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PausenhelferInnen

Es gehört zu den Schlüsselqualifikationen schulischer Bildung und Werteerziehung, Möglichkeiten und Regeln des Miteinanderlebens zu entwickeln, mit eigenen Bedürfnissen und denen anderer umzugehen, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen unter Einbeziehung gemeinschaftlicher Aufgaben und Sichtweisen. 

Der Schulhof in der Pause ist ein Ort, wo aufgrund der großen Schülerzahl und des Zusammentreffens von SchülerInnen aus verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche persönliche Interessen aufeinandertreffen, Nöte und Konflikte entstehen können. 

Unser „Pausenhelferkonzept“ dient der verantwortlichen Teilhabe des Einzelnen am gemeinsamen Schulleben.

Das Konzept folgt einer Idee von M. Vogel und greift Elemente einer Mediatorenausbildung von K. Jefferys-Duden auf.

 

 

Die „Pausenhelfer“ begleiten die Lehrkräfte und ErzieherInnen bei der Aufsicht. 

Dabei haben sie folgende Aufgaben

 

  • Sie sind aufmerksam und achten auf ein friedfertiges und erholsames Miteinander auf dem Schulhof. 

  • Sie helfen ihren Mitschülern (besonders den Erstklässlern) bei „den kleinen Schwierigkeiten des Lebens“: z.B. beim Schließen von Jacken, beim Binden von Schuhen, beim Trösten etc. 

  • Sie versuchen, Streit vor einer Eskalation zu erkennen und greifen ein, bevor es zu einer heftigen Auseinandersetzung kommt. 

  • Sie holen Hilfe, wenn Schüler in eine körperliche Auseinandersetzung verwickelt sind. 

  • Sie holen Hilfe, wenn ein Schüler verletzt ist. 

  • Die Pausenhelfer erfahren durch ihren Einsatz für andere Schüler eine Stärkung ihrer personalen Kompetenz. Die Erfahrung „Ich werde gebraucht und anerkannt“ sowie die Akzeptanz durch die Mitschüler und die Lehrerschaft stärken ihr Selbstgefühl. Die Pausenhelfer erleben durch die Übernahme der ihnen übertragenen Verantwortung, wie wichtig prosoziales Handeln ist. Ihre Fähigkeit und Bereitschaft, auf andere Menschen zuzugehen und ihre Hilfe anzubieten, werden geschult. Dabei greifen sie auf Unterstützersysteme zurück und üben engagierte Teamarbeit ein. Auf der anderen Seite erfahren zuwendungsbedürftige Schüler durch die Pausenhelfer Aufmerksamkeit, Annahme und gelebte    Gemeinschaft. 

 

 

Bewerben für die Rolle eines Pausenhelfers können sich Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen. Die Teilnahme ist freiwillig, sollte aber nach Anmeldugn verbindlich erfolgen. Die Klassenlehrkräfte und ErzieherInnen geben ihre Einschätzung über die Eignung der interessierten Kinder ab. 

Es können sich nicht nur sozial starke, integrierte Kinder bewerben, sondern auch Schüler mit sozialen Auffälligkeiten. Die Kinder übernehmen ihre Funktion zwei bis dreimal wöchentlich nach einem Dienstplan. Jeder Pausenhelfer ist für die anderen Schüler erkennbar durch das Tragen einer blauen Weste mit Aufschrift. 

Die Ausbildung der Pausenhelfer erfolgt durch die Schulsozialarbeit und dauert 4-6 Unterrichtsstunden. Zum Abschluss der Ausbildung müssen die Kinder einen schriftlichen Stest ebstehen und haben auch eine Art Probezeit“, in der sie sich bewähren müssen. 

 

Folgende Inhalte werden während der Ausbildung erschlossen: 

→ Gefühle wahrnehmen 

→ Konflikte und Notlagen erkennen 

→ Kommunikation wahrnehmen 

→ Umgangsformen einüben 

→  Spielideen sammeln und umsetzen

 

Nach der Ausbildung werden die Pausenhelfer nicht alleine gelassen, sondern im Rahmen regelmäßiger Treffen weiterhin begleitet. Alle Pausenhelfer treffen sich etwa einmal im Monat zu einem Erfahrungsaustausch mit der Schulsozialarbeit. Aktuelle Probleme können jederzeit situationsflexibel thematisiert werden. Hierdurch wird ein regelmäßiges, konzeptimmanentes Feedback erreicht als Grundlage für eine kontinuierliche Evaluation und Weiterentwicklung. 

Als kleines Highlight erhalten alle ausgebildeten PausenhelferInnen einen halbtägigen Erste-Hilfe-Kurs bei einer Rettungssanitäterin. 

 

Kontakt

Mark-Twain-Schule

Auguste-Viktoria-Allee 95

13403 Berlin-Reinickendorf

 

Email: !

 

Schule: 030 - 319 80 300

EFöB: 030 - 319 80 3041