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Chronik der Schule

Präsentation der Schulchronik

Vorwort zur Chronik der Mark-Twain-Schule

von 1875 bis 2021

 

Am 30. Mai 2022 präsentierten unsere 2 letzten Schulleiterinnen Frau Thamm ( Schulleiterin von 1989-2016 ) und Frau Paetzel ( Schulleiterin von 2016-2021 ) voller stolz die aufgearbeitete Schulchronik unserer Schule.

Wir danken für all die Mühe und Arbeit, die sie da hinein gesteckt haben und waren erstaunt darüber, was man doch alles neues über unserer Schule erfahren konnte.

 

Der ehemalige Schulleiter Herr Johannes Schultz (Rektor von 1954 bis 1963) verfasste eine handschriftliche Chronik der 2. Volksschule (später 7. Grundschule) und ihrer Partnerschule, der 8. Grundschule. 1963 wurden die beiden Schulen zusammengelegt.

Seine Chronik umfasst die Zeitspanne von 1875, also der Schulgründung, bis 1979, weit über seine eigene Dienstzeit hinaus.

Die Chronik enthält aktuelle Berliner und deutsche geschichtliche Ereignisse, so dass die Entwicklung der Schule in die Zeitgeschichte eingebettet wurde.

2022 wurden diese Dokumente und das Archiv der Schule von Frau Paetzel und Fr. Thamm gesichtet, geordnete und zu einer Schulchronik 1875 - 2021 zusammengefasst.

 

" Bei der Durchsicht der Unterlagen wurde einem der große gesellschaftliche Umbruch der letzten 150 Jahre bewusst und wie sehr „Schule“ sich darunter veränderte. Durch alle Jahre ziehen sich jedoch Raumknappheit, Veränderung der Schülerschaft und Lehrermangel. Zwei Kriege mussten kompensiert werden und mitten im sicher geglaubten Frieden Mitteleuropas überschattet der Krieg Russlands gegen die Ukraine die Fertigstellung dieser Arbeit. Viel besser sind vor diesem Hintergrund die schlimmen Nöte und Folgen der beiden Weltkriege zu verstehen, welche die Mark-Twain-Schule durchlebt und überlebt hat.

Abschließend wäre zu sagen, das diese Chronik es Wert wäre, verfilmt zu werden, spiegelt sie doch Zeitgeist und die Entwicklung des Kiezes „rund um die Auguste“ wieder.

Mach es gut, liebe Schule und halte weiterhin allen Herausforderungen der Zukunft stand! "

Ch.Paetzel

Chronik Buch

 

  • Am 01.06.1875 wurde die 2. Volksschule mit 43 Schülern und 1 Lehrer in der Tegeler Chaussee (Heute Klixstr. 4) eröffnet. Das Schulgeld betrug 50 Pfennige/Monat.

  • 1878 schenkte der Bauernhofbesitzer Schwarz der Gemeinde das Grundstück auf dem noch Heute die Schule steht. Da die Schülerzahl schnell steigt, wird der Bau eines größeren Schulgebäudes notwendig. Dies ist auf dem geschenkten Grundstück geplant.

  • 1880 war dann die Grundsteinlegung für das neue Schulhaus. (Das heutige rote Haus)

  • 1881 wurde das Schulgebäude eröffnet. Durch die roten Backsteine wurde es von der Bevölkerung "Die Rote Schule" genannt. Im Gebäude ist eine Jungen- und eine Mädchenschule untergebracht. Ein zweiter Lehrer kommt hinzu, dieser hat eine Dienstwohnung in der Schule. Die Schülerzahl steigt weiter an, so dass die Dienstwohnung weichen muss.

  • 1898 wurde die Segenskirche durch Kaiserin Auguste Viktoria eingeweiht, wodurch die Straße den Namen Auguste-Viktoria-Alle bekam.

Chronik deutsche Schrift
  • 1902 erhält die Schule einen Rektor, Herrn Julian. Die Schülerschaft ist bis dahin auf 968 Schüler angestiegen.

  • 1905 wird das Mädchenturnen an allen preußischen Volksschulen eingeführt.

  • 1906 wird ein weiteres Schulhaus und eine Turnhalle auf dem Gelände gebaut. Die Schule heißt nun "2. Volksschule Reinickendorf" und umfasst Kinder der 1. bis 8. Klassen.

  • 1913 wird die katholische Kirche (heute St. Rita) eingeweiht. Alle katholischen Kinder der Klassen 6m, 7m, 7o werden dorthin umgeschult.

  • 1914-1918 : 1. Weltkrieg , auch Lehrer werden einberufen, 4 Lehrer fallen an der Front

  • 1919 durch die Kohlenot fällt im Winter die Schule aus und die Ferien werden verlängert.

  • 1922 wird durch Beschluss des Kollegiums eine Gedenktafel für die vier im Krieg gefallenen Kollegen enthüllt. Herr Bednarski wird stellvertretender Rektor.

  • 1924 gibt es eine neue Verfügung für zu leistenden Unterrichtsstunden der Lehrer. Gestaffelt nach Alter und Geschlecht. Im Juli findet in der Aula eine feier zum 200. Geburtstag des Dichters Klopstock statt

  • 1925 wird der Personalbogen für jedes Kind eingeführt.

  • 1927 der Gesangsunterricht wird in musikunterricht umbenannt. Erstmalig fährt eine Klasse (V) in das Landschulheim Zossen. Im September wird in der Aula eine Feier zum Geburtstag des Reichspräsidenten von Hindenburg veranstaltet.

  • 1929 wurde die Sütterlin Schrift eingeführt. Per Verfügung müssen alle Schüler und Lehrkräfte nun in dieser Schrift schreiben.

    Der Rektor Herr Julian wird in den Ruhestand versetzt. Herr Hofer ist nun neuer Rektor der Schule

  • 1930 findet in der Aula ein Elternabend mit Eltern und Schülern statt. Es findet ein Bühnenprogramm statt. Ab nun wird die Aula immer öfter für Aufführungen und Feiern genutzt.

  • 1931 der Schulrat Tessendorf führt Sprechstunden ein. Er steht 2x wöchentlich im Rathaus Tegel (Veitstr.5) für persönliche oder telefonische Gespräche zur Verfügung.

    In einer Reichshandwerkswoche soll den Schülern im Rahmen des Unterrichts die Bedeutung des Handwerks ins Bewusstsein gebracht werden.

    Schulrat Tessendorf führt eine Gesamtrevision durch. Bewertung der Schule: „Der äußere Schulbetrieb macht einen zufrieden stellenden Eindruck.“

    Da die (katholische) 7. GS ständig wächst, wird die Filiale nun eigenständig. Die neue Schule heißt fortan 27. (katholische) Grundschule. Vorerst wird die Rektorenstelle wegen der Anstellungssperre nicht besetzt.

    Erlass zum Schul- und Aufgabenfreien Nachmittag. Dieser soll auch dann gewährt werden, wenn der Spielnachmittag entfällt.

  • 1934 fand das erste (urkundlich festgehaltene) Sportfest statt.

    Herr Jung wurde neuer stellvertretende Rektor, nachdem Fräulein Bednarski in den Ruhestand tritt.

Die gesamte Schule unternimmt einen Dampferausflug.

  • 1935 anlässlich der Saarabstimmung findet in der Aula eine Feierstunde statt.

    Eine neue Anordnung wird erlassen, das ab jetzt alle 3 Monate Wandertage für alle Klassen durchzuführen sind.

    Der alte rektor Herr Hofer wird für andere Aufgaben abgezogen. Die Schule wird nun durch Herrn Pust geführt.

    Rundfunkfeier in der Aula anlässlich der endgültigen Beisetzung des Reichspräsidenten Feldmarschall v. Hindenburg.

  • 1936 findet ein Jugendsportfest aller Berliner Schulen statt.

Umläufe
Sporthalle
  • 1937 in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli schlagen zwei Blitze ins Dach der Schule ein. Giebel und Lichtleitungen werden beschädigt.

    Zum 700 Jahr Jubiläum von Berlin werden in der Aula Festreden gehalten und die Kinder singen. Im ganzen Bezirk gibt es verschiedene Feierlichkeiten

    Das Kollegium fährt zu verschiedenen Besichtigungen u.a. Heilanstalt Wittenau, Untersuchungsgefängnis Moabit, Festhalle Berliner Stadthaus.

  • 1938 Das Schulgelände wird erweitert. Im Mai wird die Schulhofmauer durchbrochen und die Schule erhält einen Sportplatz.

    Es gibt eine Buchwoche. In der Aula wird ein Vortrag über die Bedeutung des Buches für Lehrer, Schüler und Eltern gehalten.

  • 1939 beginn des 2. Weltkrieges. Auch diesmal werden Lehrer zum Heeresdienst abgeordnet. Einer aus unserer Schule.

  • 1940 3 weitere Lehrer werden „nach Osten“ abgeordnet.

    Die 7. und 8. Klassen besuchen das Planetarium

  • 1941 findet eine Arbeitstagung der Gesamtlehrerschaft Reinickendorfs statt.

    In der Schule gibt es Verkehrserziehung.

  • 1942 3 weitere Lehrer werden zum Heeresdienst abgeordnet.

    Für Lehrer gibt es eine neue Verfügung über Urlaubs- und Pflichteinsätze. In den Ferien finden Pflichteinsätze der Lehrer für schulische Belange, im städtischen Dienst oder in der Landwirtschaft statt.

Kontakt

Mark-Twain-Schule

Auguste-Viktoria-Allee 95

13403 Berlin-Reinickendorf

 

Email: !

 

Schule: 030 - 417 09 571

EFöB: 030 - 417 09 573